Frühjahrsseminar 2026

Veröffentlicht am 08.05.2026 in Allgemein

Ulrich Miksch (li.) im Gespräch mit Kai Döring (re.)

150 Jahre Vorwärts II: „Welche Rolle spielen Medien heute?“

Ein bedeutender Teil des Frühjahrsseminar 2026 der Seliger-Gemeinde beschäftigte sich mit „150 Jahre Vorwärts“. So stand neben der Exkursion zur ehemaligen „Graphia“ in Karlsbad eine Diskussionsrunde zum Thema „Welche Rolle spielen Medien heute?“ mit dem Vorwärts-Redakteur Kai Döring auf dem Programm.

Döring informierte im Gespräch mit Ulrich Miksch die Teilnehmer über die tiefgreifende Neuausrichtung der SPD-Parteizeitung „Vorwärts“. Die traditionsreiche Publikation steht vor einem historischen Umbruch: Im Jahr ihres 150-jährigen Bestehens will sich die älteste deutsche Parteizeitung vollständig neu aufstellen und künftig vor allem digital auftreten.

„Kern der Reform ist das Ende der regelmäßigen Printausgabe. Damit verabschiedet sich der „Vorwärts“ nach eineinhalb Jahrhunderten weitgehend vom klassischen Zeitungsformat“, so Kai Döring. Künftig sollten digitale Angebote im Mittelpunkt stehen. Dazu zählten vor allem soziale Medien wie Instagram und facebook oder TikTok, aber auch Videos, Podcasts und Newsletter. Bereits bestehende Formate wie der Podcast SPDings sollten ausgebaut werden.

Döring begründet diesen Schritt mit dem grundlegenden Wandel der Medienlandschaft. Gedruckte Zeitungen und statische E-Paper erreichten die Menschen nicht mehr ausreichend. Stattdessen gewännen digitale Formate zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig sehe die Partei die demokratische Debattenkultur durch große Tech-Konzerne und soziale Plattformen unter Druck. Der „Vorwärts“ solle deshalb künftig stärker als modernes digitales Medium zur demokratischen Meinungsbildung beitragen.

In dem Zusammenhang verwies Döring auch auf wirtschaftliche Herausforderungen. Steigende Druckkosten, sinkende Mitgliederzahlen und die fortschreitende Digitalisierung hätten die Neuausrichtung notwendig gemacht. Die aktuelle Ausgabe sei deshalb vorerst die letzte reguläre Printausgabe, bevor eine grundlegende Umbauphase beginne. Redaktion und Verlag sollen jedoch erhalten bleiben und ein neues digitales Konzept entwickeln.

In der anschließenden Diskussion stießen die Pläne bei den Teilnehmern, überwiegend SPD-Mitglieder, jedoch nicht nur auf Zustimmung. Mehrere Teilnehmer äußerten sich skeptisch gegenüber dem geplanten stärkeren Fokus auf Newsletter und digitale Formate. Gerade ältere Mitglieder würden weiterhin großen Wert auf eine gedruckte Zeitung legen. Es bestehe die Gefahr, diese Zielgruppe mit der Einstellung der regelmäßigen Printausgabe zu verlieren.

Kritisch angemerkt wurde außerdem, dass der „Vorwärts“ inhaltlich zuletzt zu stark auf parteiinterne Themen konzentriert gewesen sei. Es fehle an Gastbeiträgen und externen Perspektiven. Einige Teilnehmer bemängelten eine zu starke „Nabelschau“ der Partei und wünschten sich künftig breitere gesellschaftliche Debatten sowie mehr unterschiedliche Stimmen im Blatt.

Diskutiert wurden mit dem „Vorwärts-Redakteur“ deshalb auch mögliche Weiterentwicklungen, die sowohl jüngere als auch ältere Mitglieder ansprechen könnten. Genannt wurde unter anderem eine moderne App nach dem Vorbild der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), die aktuelle Inhalte übersichtlich, schnell und möglichst kostenlos bereitstellt. Eine solche Lösung könne digitale Aktualität mit einem einfachen Zugang verbinden und zugleich den Mitgliedern einen festen zentralen Informationskanal bieten.

So fanden die Diskussionsteilnehmer ein einheitliches Fazit: Der „Vorwärts“ hat sich immer wieder neu erfunden. Genau an diese Tradition soll die Partei nun anknüpfen.

Die SPD richtet ihre traditionsreiche Parteizeitung „Vorwärts“ grundlegend neu aus: Die regelmäßige Printausgabe wird eingestellt, künftig soll der Fokus auf digitalen Angeboten wie Social Media, Podcasts, Newsletter und einer modernen App liegen.

In der Diskussion mit der Seliger-Gemeinde wurde deutlich: Viele Mitglieder – besonders ältere – wünschen sich weiterhin ein gedrucktes Angebot und sehen die Gefahr, langjährige Leser – und damit weitere Mitglieder - zu verlieren. Kritisiert wurden außerdem zu wenig externe Gastbeiträge und eine zu starke Konzentration auf parteiinterne Themen.

Doch die Diskussionsteilnehmer fanden ein einheitliches Fazit: Der „Vorwärts“ hat sich immer wieder neu erfunden. Genau an diese Tradition soll die Partei nun anknüpfen.

 
 

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