Arbeitssitzung in Marienbad

Veröffentlicht am 27.07.2021 in

Die Vorstandsvorsitzenden der Ernst und Gisela Paul-Stiftung Hans Tomani (li.) und Rainer Pasta (re.) im Gespräch mit der Ko-Bundesvorsitzenden der Seliger-Gemeinde Helena Päßler (Mitte)

 

Stiftungsreform eröffnet neue Möglichkeiten

Kinder- oder Jugendbuch-Projekt in Aussicht gestellt – aber weiterhin verantwortungsvollen Umgang mit Stiftungsgeldern versprochen

Am Rande der Marienbader Gespräche des Sudetendeutschen Rates am vergangenen Wochenende in Mariánské láznĕ/Marienbad trafen sich die Vorstandsvorsitzenden der Ernst und Gisela Paul-Stiftung Hans Tomani und Rainer Pasta zu einem Arbeitsgespräch. In der Lobby des Hotels Nové láznĕ gesellte sich auch die Ko-Bundesvorsitzende der Seliger-Gemeinde Helena Päßler dazu und ließ sich über die Ergebnisse der Stiftungsreform informieren.

Erst mit der letzten Sitzung des Bundestages in dieser Legislaturperiode wurde die Stiftungsreform beschlossen. Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl hatte die beiden Stiftungsvorsitzenden im Anschluss über die neuen Regelungen informiert. Anlässlich des Arbeitstreffens in Mariánské láznĕ/Marienbad diskutierten die beiden Vorstandsvorsitzenden die neuen Möglichkeiten, die das Stiftungsrecht nun ermöglicht. „Da die Satzung unserer Stiftung nur die Verwendung der Zinserträge für aktuelle Projekte vorsieht, sind uns seit Jahren die Hände gebunden. Die Niedrigzinsphase bescherte uns Jahr für Jahr immer geringere Erträge aus dem Stiftungsvermögen, die wir einsetzen konnten“, klagte Hans Tomani. Rainer Pasta berichtete über den Sonderfonds „Verbrannte Bücher“, durch den zweckgebundene Spenden zur Publikation von Werken und Autoren, die auf der Verbotsliste der Nationalsozialisten standen, veröffentlicht werden können. „Das ist aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein und lässt uns nur in sehr engem Rahmen agieren“, bedauerte Pasta.  

Mit dem neuen Stiftungsrecht sei es nun möglich, sogenannte Ewigkeitsstiftungen in Verbrauchsstiftungen umzuwandeln, berichtete Hans Tomani und zeigte die dadurch eröffneten Möglichkeiten auf: „Wenn wir die Satzung nun entsprechend ändern, können wir aus dem Stiftungsvermögen Mittel entnehmen um interessante und wichtige Projekte zu finanzieren. Dies ist sicherlich mehr im Sinne unserer Stifter, als die vorhandenen Gelder zu niedrigsten Zinsen zu verwalten“.  Beide Stiftungsvorstände sicherten der Ko-Bundesvorsitzenden der Seliger-Gemeinde Helena Päßler zu, weiterhin sehr verantwortungsvoll mit den ihnen anvertrauten Geldern umzugehen und mit dem Stiftungsbeirat sehr genau darauf zu achten, welche Projekte angegangen werden.

Helena Päßler bedankte sich für die verantwortungsvolle Arbeit der Stiftungsvorstände und betonte, wie wichtig die Stiftung für die Arbeit der Seliger-Gemeinde ist. „Ich würde mir wünschen, dass mit der Neuaufstellung der Stiftung die Arbeit in Richtung Bildungs- und Jugendarbeit gehen würde. Die deutsch-tschechischen Beziehungen kranken am direkten Kontakt der Menschen untereinander, vor allem aber der Jugend“, so die ehemalige Schulleiterin. Es wäre wunderbar, so Päßler weiter, wenn es uns gelingen würde, ein Kinder- oder Jugendbuch-Projekt anzustoßen und umzusetzen. Dies würde im Sinne der Stifter und zur Förderung des gegenseitigen Kennenlernens und der gegenseitigen Wertschätzung dienen.

„Obwohl die Stiftungsreform erst in drei Jahren voll greift, ist es sicher schon bald möglich, die Satzungsänderungen im neuen Licht des Stiftungsrechts anzugehen“, so Hans Tomani. Bis dahin, so Rainer Pasta, werden wir unsere Fühler ausstrecken und, zusammen mit dem Vorstand der Seliger-Gemeinde, entsprechende Projektideen ausarbeiten“, versicherte Rainer Pasta.

 

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