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Ausstellung „trotzdem da! – Kinder aus verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter*innen“
Der Vorsitzender der Seliger-Gemeinde Österreich ist mit seiner Lebensgeschichte Bestandteil einer Ausstellung, die von der Gedenkstätte Lager Sandbostel als Wanderausstellung konzipiert ist und erstmals seit 7. Dezember 2024 bis Anfang März 2025 gezeigt wird.
Die Wanderausstellung »trotzdem da!« ist das Ergebnis eines überregionalen Forschungs- und Ausstellungsprojekts, das 2023 und 2024 von der Gedenkstätte Lager Sandbostel umgesetzt wurde. Sie erzählt die Lebensgeschichten von Kindern, die während des Zweiten Weltkriegs oder in der frühen Nachkriegszeit aus verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter*innen hervorgingen.
Schon als Kind ist Volkmar „Hannes“ Harwanegg dem linken Jugendverband »Rote Falken« beigetreten. Während seiner Ausbildung zum Tischler war er Jugendfunktionär in der Gewerkschaft. Nach einer kaufmännischen Abendschule arbeitete er für eine große Bank, wo ihn seine Kolleg*innen in den Betriebsrat wählten. Seit 1968 engagiert er sich in der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ). Von 1993 bis 2010 war er Abgeordneter im Wiener Landtag und mehr als 40 Jahre Vorsitzender eines SPÖ-Ortsvereins. Durch seine politische Arbeit lernte Hannes früh ehemalige Widerstandskämpfer*innen gegen den Nationalsozialismus und KZ-Überlebende kennen. Geprägt von ihren Erzählungen und seiner eigenen Geschichte machte er die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen zu einer zentralen Aufgabe in seinem Leben.
Hier geht es zum Ausstellungsbeitrag zu Volkmar Harwanegg
Weitere Ausstellungstermine:
Krankenhaus-Museum Bremen März–Mai 2025
NS-Dokumentationszentrum, Köln Juni–September 2025
Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, Berlin November 2025–April 2026
Gedenkstätte SS-Sonderlager / KZ Hinzert Juli–August 2026
trotzdem da! – Kinder aus verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter*innen ist ein Projekt der Gedenkstätte Lager Sandbostel. Es wird in der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.
Kooperationspartner*innen sind die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, das Projekt Multi-peRSPEKTif (Denkort Bunker Valentin / Landeszentrale für politische Bildung Bremen) und das Kompetenzzentrum für Lehrer(innen)fortbildung Bad Bederkesa.