Gedenkveranstaltung für Volkmar Gabert

Veröffentlicht am 03.04.2023 in Ortsverein

Zusammentreffen im Bayerischen Landtag: v.l. Conny Mader (Waldkraiburg), Anita Berek (Bad Alexandersbad), Peter Schmid-Rannetsperger (Waldkraiburg), Herbert Schmid (Weiden), Hans Tomani (Schobenhausen),Walburga Steffan (München) Renate Heidler (Hof), Karin Hagendorn (Hohenthann) Gerti Bock (München), Peter Heidler (Hof), Helmut Letfuß (Plochingen), Gerhard Barenbrügge (München), Gerhardt Gieß (Wernau), Francesco Abate (Memmingen) und Herta Langosch-Schecker (München)

 

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Gedenkveranstaltung zum 100. Geburtstag von Volkmar Gabert am 2. April im Bayerischen Landtag

 

Im März 1923, vor genau 100 Jahren, wurde Volkmar Gabert geboren. Mit einem Festakt erinnerte heute die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag an einen großen sudetendeutschen, bayerischen und europäischen Sozialdemokraten und lud zur Gedenkveranstaltung in den Senatssaal des Maximilianeums ein. Die Seliger-Gemeinde München-Dachau nahm mit einer großen Gruppe – unterstützt von Mitgliedern aus ganz Bayern – an der Veranstaltung teil.

 

Eröffnet wurde der Reigen der Festredner von Volkmar Halbleib, MdL, dem Sprecher für Kulturpolitik, Heimatvertriebene und Aussiedler. Es folgte der Vorsitzende der BayernSPD und der BayernSPD-Landtagsfraktion Florian von Brunn, MdL. Ihm schloss sich Christa Naaß, MdL a.D., Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rates und Ko-Vorsitzende der Seliger-Gemeinde an. Den Schlusspunkt setzte Franz Maget, MdL a.D. und ehemaliger Vizepräsident des bayerischen Landtags. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Monika Darsch und Prof. Moritz Eggert.

In Bayern war Volkmar Gabert nach der Rückkehr aus dem englischen Exil, in das die Nazis ihn und seine Familie aus den Sudetenland 1938 vertrieben haben, eine der prägendsten Persönlichkeiten der bayerischen SPD und Vorsitzender der Seliger-Gemeinde. Volkmar Gabert wurde 1950 im Stimmkreis München-Neuhausen im Alter von nur 27 Jahren in den Bayerischen Landtag gewählt, als jüngster Abgeordneter. Er blieb 29 Jahre lang Mitglied. 1958 wurde er mit nur 35 Jahren zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt. Nur vier Jahre später wurde Volkmar Gabert Fraktionsvorsitzender und führte die Fraktion von 1962 bis 1976. Von 1963 bis 1972 stand er zudem als Landesvorsitzender an der Spitze der bayerischen SPD. Es ist vor allem Volkmar Gabert zu verdanken, dass das Schul-Volksbegehren im Jahr 1968 Erfolg hatte, die bayerische Verfassung geändert und die Gemeinschaftsschulen Vorrang vor den Bekenntnisschulen erhielten.

Gabert verteidigte mit der SPD-Landtagsfraktion außerdem die Rundfunkfreiheit in Bayern und verhinderte 1973, dass der parteipolitische Einfluss der CSU auf den Rundfunk vergrößert wurde. 1979 wurde er bei der ersten Direktwahl in das europäische Parlament gewählt und war dort bis 1984 Mitglied. Gabert war zudem von 1971 bis 1989 Vorsitzender der Georg-von-Vollmar-Akademie in Kochel. Auch das Thema Naturschutz und Landesplanung war Volkmar Gabert immer besonders wichtig. Sein Engagement und der Druck der SPD im Landtag führten schließlich dazu, dass 1970 erstmalig ein bayerisches Umweltministerium geschaffen wurde. Zeit seines Lebens arbeitete er für die Versöhnung mit Tschechien – im Sudetendeutschen Rat und ab 1984 als Vorsitzender der Seliger-Gemeinde. Er war am Zustandekommen der Deutsch-Tschechischen Erklärung beteiligt und war Mitglied im Verwaltungsrat des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

"Volkmar Gabert ist uns auch zwanzig Jahre nach seinem Tod im Jahr 2003 noch ein leuchtendes Vorbild", so Florian von Brunn, Vorsitzender der SPD-Fraktion. "Nicht nur deswegen, weil er als Spitzenkandidat mit 35 Prozent 1966 das beste Ergebnis für die bayerische SPD der Nachkriegsgeschichte erreichte. Auch seine Biografie ist für mich persönlich sehr beeindruckend. Er hat große politische Verdienste um Bayern, aber auch um die Aussöhnung und den Frieden in Europa errungen.

 
 

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