08.04.2020 in ? von Seliger Gemeinde Bayern

Die Seliger-Gemeinde trauert um Jan Křen

 

Der Historiker und frühere Dissident Ph.D. Dr. sc. Jan Křen ist im Alter von 89 Jahren an den Folgen des Corona-Virus gestorben. Křen hat sich vor allem mit der tschechisch-deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert beschäftigt. Im Jahr 2000 erhielt er dafür das Bundesverdienstkreuz und 2014 wurde er von der Seliger-Gemeinde mit dem Wenzel-Jaksch-Preis ausgezeichnet.

 

 

03.04.2020 in ? von Seliger Gemeinde Bayern

65 Jahre Sudetendeutscher Rat

 

Generalsekretärin Christa Naaß erinnert an die Gründung am 03. April 1955:

Eine im deutschen Vertriebenenbereich einmalige Einrichtung ist der Sudetendeutsche Rat, dessen 30 Mitglieder je zur Hälfte von der Sudetendeutschen Landsmannschaft und den Fraktionen des Deutschen Bundestags berufen werden.

 

12.03.2020 in ? von Seliger Gemeinde Bayern

Einladung zur Mittwochsrunde

 

Liebe Mitglieder, liebe Freunde der Seliger-Gemeinde,
wir laden Euch herzlich ein zur nächsten Mittwochsrunde. Sie findet am 25. März 2020
um 16 Uhr im Haus des Deutschen Ostens, am Lilienberg 5 statt. Thema dieser Runde ist "Diavortrag: Bauernkriegspanorama".

 

 

 

27.02.2020 in ? von Seliger Gemeinde Bayern

Es gab wohl kaum eine Zeit, in der mir bewusster und klarer war und ist, warum ich Sozialdemokratin bin

 

Liebe Genossinnen und Genossen,

es ist schön Euch alle hier zu sehen. Viele kommen wie ich seit Jahren am Aschermittwoch nach Vilshofen. Wir haben gepoltert, gefeixt und gelacht. In diesen Tagen von Hanau, in diesen Tagen von Thüringen fällt es vielen schwer zu lachen in unserem Land.

Ich sage Euch, es gab aber wohl kaum eine Zeit, in der mir bewusster und klarer war und ist, warum ich Sozialdemokratin bin.

Eine junge Genossin schrieb mir am Tag nach der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen eine kurze Nachricht. Sie lautete: „Gestern war der Tag, vor dem wir - seit ich denken kann - Angst haben. Am Gedenktag der Befreiung in Auschwitz hat ein Überlebender gesagt: erst durften wir nicht auf den Bänken sitzen. Wir fanden es nicht schlimm; es gab genug Bänke. Dann nicht baden gehen. Nicht schlimm; dann gehen wir an einen Waldsee. Dann nur noch nach 17 Uhr einkaufen gehen; und wir waren gleichgültig – und dann kam Auschwitz…“

Die Angst der jungen Genossin vor dem, was uns droht, ist berechtigt. Aber die Angst darf uns nicht lähmen. Nein, lasst uns gemeinsam diese Angst in Kraft umwandeln. Die Populisten, Rechtsextremen, Rassisten und Nazis in unserem Land müssen die Kraft der Demokratie spüren! Und wenn wir eins aus unserer Geschichte wissen, dann das: Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten werden niemals zurückweichen!

Liebe Genossinnen und Genossen,

Dafür braucht man Überzeugungen – und die haben wir als Sozialdemokrat*innen seit über 150 Jahren. Dafür braucht man aber auch eine gehörige Portion Mut – und auch den haben wir. So wie ihn auch unsere Vorfahren hatten.

Und den Mitgliedern der CDU nicht nur in Thüringen rufe ich und rufen wir zu: Besinnt euch! Ihr könnt zwar den von euch begangenen Tabubruch nicht ungeschehen machen, aber die Konsequenzen endlich ziehen. Die Zeit für Machtspielchen mit Faschisten ist vorbei! Denn man paktiert als Demokrat nicht mit einem Mann

- der vom Verfassungsschutz wegen rechtsextremer Bestrebungen beobachtet wird

- der die Bundesrepublik als „Irrenhaus“ bezeichnet

- und der die „Zivilgesellschaft trockenlegen möchte“.

Als Demokrat macht man genau das Gegenteil: Man bekämpft die Faschisten in unserem Land, denn für uns Sozialdemokraten heißt es: „Nie wieder!“.

(aus der Rede der SPD-Landesvorsitzenden Natascha Kohnen auf dem Politischen Aschermittwoch der BayernSPD am 26.02.2020 in Vilshofen an der Donau)

 

16.02.2020 in ? von Seliger Gemeinde Bayern

Zum 150 Geburtstag von Josef Seliger

 

Markus Rinderspacher, Vizepräsident des Bayerischen Landtags, zum 150. Geburtstag von Josef Seliger:

Heute vor 150 Jahren wurde Josef Seliger geboren.

Er war der erste Vorsitzenden der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik (DSAP).

Sein Tod im Alter von nur 50 Jahren wenige Tage nach dem zweiten Parteitag 1920 in Karlsbad bedeutete für die Sozialdemokratie einen schweren Verlust.

Die Gesinnungsgemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten trägt noch heute seinen Namen. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Verhältnis der Deutschen und besonders der Sudetendeutschen zu den tschechischen Nachbarn zu verbessern.

 

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