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Gesinnungsgemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten


 

 

20.05.2026 in Topartikel Europa

Wie die Sudetendeutschen in Bayern eine neue Heimat fanden

 

Besuch aus Prag - Magazin Respekt (RESPEKT)

TOMÁŠ LINDNER, Leiter der Auslandsredaktion war zu Besuch in Waldkraiburg und recherchierte zur Geschichte Waldkraiburgs. Er wollte wissen, wie wie die Vertriebenen Sudetendeutschen Bayern veränderten (wirtschaftlich und gesellschaftlich) und wie lange es dauerte, bis sie in Bayern voll aufgenommen wurden. Er wurde begleitet vom Fotografen MILAN JAROŠ.

Herausgekommen ist ein äußerst lesenswerter Artikel (auf das Bild klicken!)

Eine Zusammenfassung des Artikelinhalts in deutscher Sprache weiter unten.

Zeitzeugengespräch

V.l.n.r.: Gert Hilger (Stadtführer/Seliger-Gemeinde), Tomáš Lindner (Leiter der Auslandsredaktion resekt.cz), Milan Jaroš Fotograf, Walter Zabelt, Christa Zabelt, Peter Schmid-Rannetsperger (Vors. Seliger-Gemeinde)

Besuch bei Stadtarchivar Konrad Kern

V.l.n.r.: Stadtarchivar Konrad Kern,  Tomáš Lindner (Leiter der Auslandsredaktion resekt.cz), Milan Jaroš 

 

DANKE an Microsoft Copilot für die nachfolgende Zusammenfassung ;-)

Hier ist eine präzise, klar strukturierte Zusammenfassung der wichtigsten Punkte des geöffneten Dokuments aus Respekt (18.–24. Mai 2026) über die Geschichte der sudetendeutschen Vertriebenen in Bayern – mit Fokus auf Waldkraiburg und Geretsried.
(Quellenbezug: Nová města si vyhnanci postavili na bývalých nacistických zbrojních továrnách  • RESPEKT)


???? Kernaussage

Der Text beschreibt, wie sudetendeutsche Vertriebene nach 1945 in Bayern – besonders in Waldkraiburg und Geretsried – neue Städte aufbauten, politische Gegensätze überwanden, wirtschaftliche Impulse setzten und langfristig zu einem integralen Bestandteil Bayerns wurden.


????️ 1. Ausgangslage nach 1945

  • Nach dem Krieg kamen 14–15 Millionen deutsche Flüchtlinge in die westlichen Besatzungszonen; Bayern nahm ca. 2 Millionen auf, davon die Hälfte Sudetendeutsche.
  • Viele wurden zunächst zwangsweise bei Bauern einquartiert, oft unter Spannungen, teils aber auch mit Solidarität.
  • Die amerikanische Besatzungsmacht versuchte, Flüchtlinge gezielt zu verstreuen, um alte Netzwerke aufzubrechen und Integration zu fördern.

????️ 2. Entstehung neuer „Vertriebenenstädte“

Waldkraiburg

  • Entstand auf dem Gelände einer ehemaligen NS-Munitionsfabrik.
  • Wurde fast vollständig von Vertriebenen aufgebaut; ¾ der ersten Bewohner kamen aus den Sudeten.
  • Architektur bis heute schlicht, funktional – erkennbar als „Neustadt“.

Geretsried

  • Ebenfalls auf dem Gelände ehemaliger Rüstungsbetriebe.
  • Erste 554 Bewohner kamen 1946 aus Kraslice/Kraslitz.

Gemeinsame Merkmale

  • Städte boten Platz, Infrastrukturreste und Arbeitsmöglichkeiten.
  • Straßennamen erinnern bis heute an Herkunftsorte (z. B. Chomutovská, Kraslická).
  • In Geretsried existiert ein Museum der Herkunftsregionen (Chebsko, Karlovarsko, Siebenbürgen, Banat etc.).

⚖️ 3. Politische und soziale Spannungen – und ihr Überwinden

  • In Waldkraiburg lebten Antifaschisten und ehemalige Henlein-Anhänger Tür an Tür.
  • Das erste Gemeinderat spiegelte diese Spannungen:
    • 3 Antifaschisten
    • 7 Vertreter einer gemischten Liste inkl. früherer NSDAP-Mitglieder
  • Trotz Konflikten überwog der gemeinsame Auftrag: „Alles wieder aufbauen.“
  • Demokratische Zusammenarbeit entwickelte sich – später wurde ein SPD-Bürgermeister für 20 Jahre gewählt.

????️ 4. Wirtschaftlicher Aufstieg durch Vertriebeneninitiativen

  • Viele Sudetendeutsche brachten Handwerk, Industrieerfahrung und technische Dokumentationen mit.
  • Beispielhaft:
    • Miraphone (Waldkraiburg): gegründet von 13 Kraslicker Antifaschisten; heute weltweit führender Hersteller von Tuben und Posaunen.
    • Weitere Firmen entstanden in Geretsried (z. B. Instrumentenbau).
  • Diese Betriebe trugen maßgeblich zur Industrialisierung des ländlichen Bayerns bei.
  • Bayern wandelte sich vom agrarisch geprägten Land zu einem Hightech-Standort – auch dank der Vertriebenen.

???? 5. Integration und Identität

  • 1954 erklärte die bayerische Staatsregierung die Sudetendeutschen zum „vierten Stamm Bayerns“.
  • Dennoch hielten manche Vorurteile lange an (z. B. Ablehnung von „Mischehen“).
  • Ab den 1970er/80er Jahren wurde Integration weitgehend selbstverständlich.
  • Heute sind Städte wie Geretsried multinational (über 100 Nationalitäten).
  • Kulturelle Traditionen (z. B. Egerländer Bräuche, Küche, Musik) werden weiterhin gepflegt.

???? 6. Erinnerungskultur

  • In Waldkraiburg existieren Památník vyhnání (Vertreibungsdenkmal) und Informationsstellen der letzten Landsmannschaften.
  • Archive wurden teils nach Tschechien zurückgegeben (z. B. 250 Ordner aus dem Českolipsko-Archiv).
  • Museen in Geretsried dokumentieren die Herkunftsregionen der Bewohner.

???? Quintessenz

Die sudetendeutschen Vertriebenen schufen in Bayern neue Städte, überbrückten politische Gräben, trugen entscheidend zur wirtschaftlichen Modernisierung bei und wurden zu einem festen Bestandteil der bayerischen Identität. Waldkraiburg und Geretsried sind heute sichtbare Zeugnisse dieser außergewöhnlichen Integrations- und Aufbauleistung.

 

 

01.06.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde

Sudetendeutscher Tag 2026

 

Ulrich Miksch traf Monika Horáková in Brünn

Begegnungen am Rande des Sudetendeutschen Tages: Monika Horáková

Wiedersehen in Brünn. Beim ersten Gedenkmarsch 2015 lernte Ulrich Miksch Monika Horáková kennen – die Schwiegertochter von Petr Uhl und Anna Šabatová. Sie war damals mit ihrem kleinen Sohn im Kinderwagen dabei, sichtbar bewegt von dem Wunsch, die Ereignisse von 1945 besser nachzuempfinden – angeregt durch den Roman von Kateřina Tučková über die Vertreibung der Gerta Schnirch.

 

01.06.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde

Sudetendeutscher Tag 2026

 

 

Erika Kalkofen-Frahne traf Nick Winton in der Hotellobby

 

Begegnungen am Rande des Sudetendeutschen Tages: Nick Winton

Spontane Begegnungen haben oft eine ganz eigene Kraft. Manchmal entstehen sie zufällig – in einer Hotellobby, nach den Veranstaltungen, abends fernab der offiziellen Reden. So war es auch bei der Begegnung von Erika Kalkofen-Frahne mit Nick Winton, dem Sohn des berühmten Holocaust-Retters Sir Nicholas Winton.

 

01.06.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde

Sudetendeutscher Tag 2026

 

Diskutierten über Demokratiegeschichte, Exil und europäischen Zusammenhalt mit dem Referenten des Vortrags Dr. Jan Budňák (2.v.li.): die beiden Bundesvorsitzenden der Seliger-Gemeinde Helena Päßler (l.) und Christa Naaß (2.v.re.), Europa-Abgeordneter Hannes Heide (SPÖ) (re.), die Generalsekretärin der BayernSPD Kathrin Pollack (3.v.li), der vertriebenenpolitische Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion Volkmar Halbleib (3.v.re.)

 

„Brünn 1934“: Diskussion über Demokratiegeschichte, Exil und europäischen Zusammenhalt

Vor einem mit mehr als 60 Personen übervollen Saal diskutierte die Seliger-Gemeinde im Rahmen des Sudetendeutschen Tages in Brünn über die demokratische Geschichte Mitteleuropas und die Bedeutung Brünns als Ort des Widerstands und des politischen Exils. Unter dem Titel „Brünn 1934 – ein kleiner Blick in die tschechisch-österreichische Demokratiegeschichte“ begrüßte die Vorsitzende der Seliger-Gemeinde, Christa Naaß, zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Gesellschaft, darunter den Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe Bernd Posselt, den Europaabgeordneten Hannes Heide, den Bundestagsabgeordneten Ruppert Stüwe, den bayerischen Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib, Volkmar Harwanegg als Vorsitzenden der österreichischen Seliger-Gemeinde, den ehemaligen Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments Libor Rouček, die Generalsekretärin der BayernSPD Kathrin Pollack sowie Patrik Eichler, Direktor der Demokratischen Masaryk-Akademie.
 

 

31.05.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde

Sudetendeutscher Tag 2026

 

Aussiedlung – Vysídlení: Ausstellung des Instituts Paměti národa Brno

 

Im Rahmen des Meeting Brno-Festivals griff das Instituts Paměti národa Brno die Themen Erinnerung, Vertreibung, Versöhnung und persönliche Geschichten auf, die unsere gemeinsame Geschichte geprägt haben. Die Ausstellung basiert auf den Erinnerungen von Deutschen, die nach dem Krieg aus der Tschechoslowakei vertrieben wurden und die von den Redakteuren von „Post Bellum“ für das Projekt „Pamět národa“ („Gedächtnis der Nation“) interviewt wurden. Sie beleuchtet eines der Schlüsselereignisse unserer Geschichte aus der Perspektive der Zeitzeugen.

 

 

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