
Adolf Reitzner (1871-1932)
Adolf Reitzner, geboren am 29. Mai 1871 in Aich/Doubí war sudetendeutscher Sozialdemokrat, Vater von Richard Reitzner (1893-1962) und Großvater von Almar Reitzner (1923-1988).

Adolf Reitzner (1871-1932)
Adolf Reitzner, geboren am 29. Mai 1871 in Aich/Doubí war sudetendeutscher Sozialdemokrat, Vater von Richard Reitzner (1893-1962) und Großvater von Almar Reitzner (1923-1988).
Adolf wer eines der 6 Kinder des Tagarbeiters Johann Reitzner (+ 1897) und seiner Frau Maria, geb. Krumholz. Er besuchte die Volksschule in Aich und wurde zum Porzellanmaler ausgebildet. 1896 wurde er sozialdemokratischer Gewerkschaftsvertrauensmann in Aich.
Seit 1900 lebte er in Bodenbach, war Redakteur der Parteizeitungen „Volksrecht“ und „Nordböhmischer Volksbote“ und übernahm die Führung der lokalen Organisation der Sozialdemokratischen Partei vor Ort.
Bei den Wahlen zum österreichischen Reichsrat von 1907, die erstmals nach allgemeinem und gleichem Wahlrecht stattfanden, gewann er ein Mandat für den Wahlkreis Böhmen und war Mitglied in der Fraktionsgruppe des Deutschen Sozialdemokratischen Klubs. Er war Mitglied des Abgeordnetenhauses vom 17.06. 1907 bis 30.03.1911.
In der tschechischen Landesversammlung bei den Regionalwahlen 1908 kandidierte er leider erfolglos für die Tschechische Provinzversammlung in der Kurie der Stadt Bodenbach gegen den gesamtdeutschen Kandidaten Robert Hütter.
Ab 1920 war er Bürgermeister von Bodenbach. Ab 1924 wird er als ehemaliger Bürgermeister und derzeitiger stellvertretender Bürgermeister genannt. Gleichzeitig hatte er das Amt des Vorsitzenden der Bezirksverwaltungskommission inne. 1924 sah er sich einer Affäre gegenüber, als vermutet wurde, dass sein Sohn Ernst Reitzner, der Inhaber einer lokalen Baufirma, über seinen Vater zu Unrecht Geld aus der Stadt gewesen war.
Adolf Reitzner starb am 2. Juni 1932 im 63. Lebensjahr.
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