Seliger-Gemeinde am Gillamoos

Veröffentlicht am 08.09.2025 in Allgemein

Begeistert am Gillamoos: v.l. Rainer Pasta, Harald Zahel und Reinhold Strobl

 

"Markus, kannst du uns hören?"

Beim Gillamoos in Abensberg, dem größten politischen Stammtisch in Bayern, erlebte die SPD heuer ein absolutes Glanzlicht. Und die Seliger-Gemeinde war dabei!

Der Redner der SPD, Andreas Bovenschulte, Bürgermeister von Bremen, war eingangs ja bedauert worden: „Warum tust Du Dir das an“, meinten wohl die GRÜNEN und auch der eine oder andere Genosse hatte eingangs so seine Zweifel. Doch alle die wegen des „unattraktiven Redners“ zuhause blieben, haben was verpasst. Neben deutlichen Aussagen zwischen Bier, Blasmusik und Wahlkampfparolen, präsentierte der Bremer Bürgermeister absolute Entertainer-Qualitäten.

"Bumm, bumm, tschak", lies er die Genossen im Zelt den Takt vorgeben. Dann setzte Andreas Bovenschulte mit kräftiger Stimme an: "We will, we will, rock you!" Es folgt der Queen-Refrain inklusive kompletter erster Strophe und die Genossinnen und Genossen sangen sich den Frust der letzten Jahre von der Seele – dafür gab es schon nach der Einleitung Standing-Ovations für den Gast aus dem Norden. "Markus, kannst du uns hören?", rief Bovenschulte, in Richtung des CSU-Zelts und die Genossinnen und Genossen stimmten ein. Landesvorsitzende Ronja Endres, die heute Geburtstag hatte, forderte zuvor in ihrer Rede mehr Mut und mehr Spaß für die Politik und die Zukunft. Beides bot Andreas Bovenschulte und hatte die Leute im Zelt schnell auf seiner Seite.

Inhaltlich wurde es dann ernst: Bovenschulte kritisierte die Steuerpolitik des Koalitionspartners im Bund scharf. Diese gehe „völlig an den Menschen vorbei“ – selbst an den eigenen Wählergruppen. Die SPD müsse sich deshalb als Schutzmacht des Sozialstaats verstehen und diesen mit allen Mitteln verteidigen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Rede war das Thema Rente und soziale Gerechtigkeit. Auch hier forderte Bovenschulte ein klares Bekenntnis der SPD zur Verteidigung sozialer Standards. Zum Abschluss sprach sich der Redner aus dem Norden deutlich gegen die AfD aus und kritisierte alle, „die sich nicht klar genug von ihr distanzieren“. Das Publikum im Härteis-Zelt dankte es ihm mit langanhaltendem Applaus und erneuten und sehr ehrlich gemeinten Standing-Ovations.

Geburtstag am Gillamoos und Premiere für Holger Grießhammer 

Die Rede von Ronja Endres begann mit einem Ständchen von den Tischen, die Landesvorsitzende der SPD hat Geburtstag. Endres dankt, reckt den Maßkrug in die Höhe und fragte: „Wussten Sie, dass wir in Bayern auch einen Wirtschaftsminister haben?“ Auch Hubert Aiwanger arbeite offenbar in Teilzeit. Da falle schon mal was hinten runter – zum Beispiel 300 Arbeitsplätze beim Rohrwerk in der Oberpfalz, das vergangene Woche Insolvenz angemeldet hat. „Herr Söder, Herr Aiwanger, retten Sie diese Arbeitsplätze, es ist Ihr verdammter Job!“ Nur über die AfD fällt Endres nichts Lustiges ein. SPD, CSU und Freie Wähler eine nämlich eines: „Wir finden das Grundgesetz geil.“ Die AfD nicht.

Holger Grießhammer, der Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, feierte heute seine Gillamoos-Premiere. Ein Schwerpunkt seiner Rede: „Es knirscht im Gebälk der Kommunalfinanzen.“ Viele Rathäuser seien chronisch klamm, manche überlegten deshalb sogar, kommunaleigene Infrastruktur zu verkaufen. Und was mache die Staatsregierung dagegen, die CSU und die Freien Wähler? „Sie schauen viel zu oft weg“, findet Grießhammer. Und wird laut: „Ihr spart unsere Heimat kaputt.“ 

 
 

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