Sommerreise 2026 - Vor 90 Jahren: Spanischer Bürgerkrieg

Veröffentlicht am 26.08.2026 in Allgemein

Der „Opfertag“ für die spanische Demokratie

Einen Höhepunkt der organisierten Spanienhilfe bildete der „Opfertag“ am 20. März 1938. Er eröffnete eine Jugendwoche für die spanische Demokratie, die bis zum 27. März dauerte. Getragen wurde die Kampagne von der Jugendkommission der Gesellschaft der Freunde des demokratischen Spaniens; der Sozialistische Jugendverband beteiligte sich mit einem eigenen Aufruf und mobilisierte seine Gruppen und Mitglieder.

Der Begriff „Opfertag“ bezeichnete keinen Gedenktag, sondern einen gemeinsamen Spendentag. Alle Beteiligten sollten bewusst auf ein Vergnügen oder eine persönliche Ausgabe verzichten und den eingesparten Betrag für Spanien geben. Junge Sozialistinnen und Sozialisten wurden aufgefordert, Veranstaltungen und Organisationsmitglieder aufzusuchen und dort Spenden zu sammeln.

Der Opfertag wurde kollektiv von der Jugendkommission der Gesellschaft der Freunde des demokratischen Spaniens und vom Sozialistischen Jugendverband getragen. Einzelne verantwortliche Organisatorinnen oder Organisatoren lassen sich aus den erhaltenen Aufrufen bislang nicht benennen.

Die Aktion richtete sich vor allem auf die Bedürfnisse der spanischen Jugend. Mit dem Geld sollten Schuhe, Schreibmaterial, Bücher und weitere Bildungsmittel beschafft und nach Spanien geschickt werden. Ein weiterer Aufruf verwies zudem auf die Not spanischer Frauen und Kinder. Damit verband der Opfertag politische Solidarität mit konkreter humanitärer Hilfe.

Die politische Botschaft war unmissverständlich: Das spanische Volk kämpfe nicht nur für die eigene Republik, sondern für die Demokratie der ganzen Welt. Die spanische Jugend verteidige damit auch die Freiheit der Jugend in der Tschechoslowakei. Der Satz „Helfen wir, damit andere uns nicht zu helfen brauchen!“ brachte die dahinterstehende Warnung auf den Punkt. Wer Spanien unterstützte, wollte den Faschismus aufhalten, bevor die Tschechoslowakei selbst zum Opfer wurde.

Der Opfertag zeigt zugleich, wie weit die Spanienhilfe organisatorisch entwickelt war. Die Gesellschaft der Freunde des demokratischen Spaniens stellte den übergreifenden Rahmen, ihre Jugendkommission koordinierte die beteiligten Organisationen, und der Sozialistische Jugendverband übernahm die Mobilisierung vor Ort. Die Solidarität blieb damit nicht bei Resolutionen und Zeitungsartikeln stehen. Sie wurde zu einer zeitlich festgelegten, organisationsübergreifenden Sammelaktion mit einem klaren Hilfszweck.

 
 

Homepage Seliger Gemeinde

Verdiente Persönlichkeiten

Gertl Sattler

Horst Krumpholz

Unser Bundesverband

 

Unser Landesverband

Die BRÜCKE - unsere Mitgliederinformation

Downloads

Ortsverein

Filmmaterial !

WebSozis

Soziserver - Webhosting von Sozis für Sozis WebSozis

Besucherzähler

Besucher:2
Heute:356
Online:2