Bundesversammlung 2024 - I

Veröffentlicht am 02.10.2024 in Allgemein

Die Bundesversammlung der Seliger-Gemeinde am 28.9.2024 in Bad Alexandersbad – Grußwortrednerin Petra Ernstberger MdB a.D., Geschäftsführerin des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds

Aktiv sein und aktiv bleiben

Jahresthema des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds „Never again – Nie wieder“ – Resolution der Seliger-Gemeinde „Wir sind mehr, wir sind stark!“

Die Bundesversammlung, das höchste Entscheidungsgremium der Seliger-Gemeinde tagte am vergangenen Wochenende anlässlich des Herbstseminars in Bad Alexandersbad. Da es dieses Jahr keine Wahlen gab, war ausreichend Zeit für aktuelle Themen. Die Bundesvorsitzenden Christa Naaß und Helena Päßler konnten neben den beiden Alt-Vorsitzenden, Dr. Helmut Eikam und Albrecht Schläger, auch  die Geschäftsführerin des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, Petra Ernstberger MdB a.D. und den Bundestagsabgeordneten Jörg Nürnberger begrüßen.

Erinnern für die Zukunft

In Ihrem Grußwort sagte Petra Ernstberger, dass in den aktuell turbulenten und schwierigen Zeiten die Zivilgesellschaft unter Unsicherheit und sozialen Ängsten leide und die Seliger-Gemeinde dem ihr Wissen und ihre Erfahrung auf den Themenfeldern Vertreibung, Verlust, Hass aber auch Hoffnung und Neuanfang entgegen stellen könne. Nur mit solchen belegbaren und positiven Erfahrungen könne die Gesellschaft und das Verhalten der Menschen zum Besseren beeinflusst werden.

„Immer öfter werden die moralischen Grenzen bewusst überschritten“, so Ernstberger weiter. Vor allem in den Sozialen Medien würde die Sprache immer gewaltbereiter. „Und auf Worte folgen Taten“, so Erstberger und erinnerte an die vielen Angriffe auf Wahlkämpfer währen der letzten Monate vor allem in Ostdeutschland.

„In der Politik scheinen schnelle, einfache Lösungen immer mehr zu überzeugen“, so die Geschäftsführerin des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds weiter, dabei sei Politik und Demokratie aber schwierig, langwierig und das müsse man aushalten. Die Alternative sei das Leben in einem autoritären Staat und dem dazugehörenden Nationalismus. Die Seliger-Gemeinde sei dabei Brückenbauer, sie engagiere sich und tue etwas für die Demokratie.

Petra Ernstberger stellte kurz die Aufgabe und Arbeit des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und dessen Breitenwirkung in der deutsch-tschechischen Grenzregion dar. Dabei verwies sie auf die bewusst gesetzten „Jahresthemen“, mit denen der Fonds auch seinen politischen Einfluss geltend mache. „Wir sind zwar überparteilich, aber wir sind auf keinen Fall unpolitisch“, so Ernstberger. Mit dem Thema „Never again – Nie wieder“ erinnere der Zukunftsfonds an das Kriegsende vor 80 Jahren. Zusammen mit der Seliger-Gemeinde vertrete der Fonds demokratische Werte und gestaltet die Zukunft. Auf keinen Fall dürfe man dabei die Vergangenheit vergessen. „Deshalb kommt Eure Resolution zur rechten Zeit und greift die richtigen Themen auf. Die Seliger-Gemeinde muss sich einbringen und einmischen. Dafür hat die Seliger-Gemeinde auch bereits mehrere Förderanträge erarbeitet, erwiderte Dr. Thomas Oellermann, der sich bei Petra Ernstberger und Petr. Brod (Mitglied des Verwaltungsrates) für die zuletzt gewährte Förderung der Studienfahrt bedankte.

„Wir sind mehr, wir sind stark!“

Im Anschluss diskutierte die Versammlung die vom Bundesvorstand vorgestellte Resolution „Wir sind mehr, wir sind stark!“, die mit großer Mehrheit verabschiedet wurde. Zusammengefasst werden kann die Denkschrift mit den Worten: „Für eine stärkere demokratische und partizipative Kultur des Erinnerns und die bessere Ausstattung der entsprechenden Erinnerungsarbeit“. Mit einer gestärkten demokratischen und partizipativen Erinnerungsarbeit und Erinnerungskultur werden drei Ziele verfolgt:

  • Mut machen Engagement für und in demokratischen Strukturen hat geholfen Diktaturen zu überwinden, überall auf der Welt gibt es dazu Beispiele an die erinnert werden sollte.
  • Ein Gegengewicht setzen gegen Desinformation und Hass durch gute didaktische Vermittlung können Mechanismen der Propaganda durchschaut und gelernt werden, wie man diese Mechanismen durchschauen kann.
  • Historische Vorbilder durchleuchten und deren Lösungsansätze in die Jetztzeit transformieren diese Vermittlung ist wichtig, um auf der Basis der Erfolge aus der Vergangenheit die Zukunft der Demokratie zu sichern.

Wir als Seliger-Gemeinde, die von den antifaschistischen Sozialdemokraten vor fast 80 Jahren nach den Erfahrungen von Diktatur, Flucht und Vertreibung gegründet wurde - wir werden hierzu auf jeden Fall aktiv sein und bleiben!

 
 

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