
Die Seliger-Gemeinde zu Gast bei der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag, vertreten durch den Fraktionsvorsitzenden Holger Grießhammer, MdL (li.) und den vertriebenenpolitischen Sprecher Volkmar Halbleib, MdL (2.v.re.). Für die Seliger-Gemeinde kamen ins Maximilianeum: die Bundesvorsitzende Christa Naaß (3.v.li.), der ehemalige Bundesvorsitzende Dr. Peter Becher (re.), Bundesgeschäftsführer Rainer Pasta (3.vli.) sowie der Vorsitzende der Regionalgruppe München-Dachau Gerhard Barenbrügge (4.v.li.) und Manfred Hanka, Ortsgruppe Memmingen. (Foto: Stefan Brix)
Vertriebenenarbeit ist nicht nur etwas von gestern
Seliger-Gemeinde im Gespräch mit der Landtags-SPD – Gemeinsamer Vertriebenenempfang hat Bestand
Der Winter bietet normaler Weise Zeit für politische Gespräche. Vor fast genau einem Jahr hatte deshalb die Seliger-Gemeinde die Beauftragte der Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, Dr. Petra Loibl, MdL zum Gespräch eingeladen. Im Winter 2025 suchte die Nachfolgeorganisation der sudetendeutschen Sozialdemokratie das Gespräch mit der SPD-Landtagsfraktion und freute sich deshalb sehr über die Einladung zu einem Gespräch im Maximilianeum. Einerseits ging es darum, den neuen Fraktionsvorsitzenden Holger Grießhammer kennenzulernen und andererseits die gemeinsamen Aktionen fortführen zu können.
Der im Oktober 2023 erstmals in den Landtag gewählte Malermeister Holger Grießhammer berichtete über die ersten Monate als Abgeordneter, die so gar keine Schonfrist für die „neuen“ bot und so hieß es für ihn „auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Dies ist ihm scheinbar sehr gut gelungen, denn bereits am 16. Juli 2024 wurde ihm der Fraktionsvorsitz angetragen. Nach den jahrelangen Zwistigkeiten, die in einem Misstrauensvotum gegenüber dem damaligen Fraktionsvorsitzenden v. Brunn gipfelten, grenzte es schon an eine Sensation, dass der Neuling einstimmig zum neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt wurde. Diesen Schwung und die Einigkeit in der Fraktion hat Grießhammer bis heute bewahrt. Sein ausgemachtes Ziel ist es, die Arbeit der LandtagsSPD attraktiver zu machen und früher oder später Regierungsverantwortung in Bayern (mit-) zu übernehmen.
Die Bundesvorsitzende der Seliger-Gemeinde betonte in ihren Ausführungen die Nähe zur SPD und bezeichnete die Seliger-Gemeinde als „politischen Verein“, der viele Anknüpfungspunkte zur Landtagsfraktion habe. Nicht zuletzt der gemeinsame Vertriebenenempfang mit der Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreisverleihung sei mittlerweile eine unverzichtbare Traditionsveranstaltung. Die dort geehrten „Brückenbauer“ zeigten, „dass Vertriebenenarbeit nicht etwas von gestern ist, sondern aktuelle Themen und zukunftsweisende Projekte aufgreift und fördert“, so der verantwortlichzeichnende vertriebenenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Volkmar Halbleib. So freute es die „Seliger“ zu hören, dass es dieses Jahr eine 17. Auflage und auch in Zukunft diesen so wichtigen Empfang geben werde.
Immer stärker würde die Vergangenheit und Zukunft Mittel- und Osteuropas in den Fokus gerückt, erklärte Grießhammer weiter. War die Seliger-Gemeinde Türöffner für die Kontakte zur Tschechischen Republik, so wünsche er sich, dass dies auch für die anstehenden Kontakte in die Slowakei möglich wäre. Die Seliger-Gemeinde sagte hierfür ihre Unterstützung zu.
Abschließend ging es um weitere gemeinsame Aktionen im Gedenkjahr 2025. So regte Christa Naaß eine Teilnahme von Vertretern der SPD-Landtagsfraktion am Brünner Versöhnungsmarsch an, der dieses Jahr zum 10. Mal in umgekehrter Richtung an Brünner Todesmarsch vor 80 Jahren erinnere. Weiter erging die Einladung zu den Seminaren der Seliger-Gemeinde in Bad Alexandersbad und, nach kurzer Vorstellung, zur Teilnahme am Projekt 2025 „Nie wieder!“. Zum Schluss überreichte Christa Naaß die aktuellen Broschüren zum Festakt „125 Jahre Brünner Nationalitätenprogramm“ und die Biographie von Marie Günzl an die Fraktion.