
Erinnerungskultur stärken statt kaputtsparen!
Seliger-Gemeinde fordert Rücknahme der Förderkürzungen und verlässliche Finanzierung der Demokratiebildung
Mit einer einstimmig verabschiedeten Resolution hat die Bundesversammlung der Seliger-Gemeinde am 17. Oktober 2026 in Bad Alexandersbad ein deutliches politisches Signal gesetzt: Wer Demokratiebildung und europäische Verständigung stärken will, darf bei der Erinnerungsarbeit nicht sparen!
Angesichts zunehmenden Nationalismus, autoritärer Tendenzen und rechtsextremer Entwicklungen sind historische Bildung und grenzüberschreitende Begegnungen wichtiger denn je. Die Seliger-Gemeinde fordert deshalb die Rücknahme bereits erfolgter und geplanter Förderkürzungen. Dabei geht es zunächst nicht um zusätzliche Mittel, sondern um die Sicherung der bisherigen Finanzierung.
Konkret fordert die Resolution:
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Förderkürzungen zurücknehmen: Die Bundesmittel nach § 96 Bundesvertriebenengesetz und für Verständigungsprojekte ab 2027 mindestens auf dem nominalen Stand von 2025 sichern und gestiegene Kosten berücksichtigen.
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Planungssicherheit schaffen: Mehrjährige Fördermöglichkeiten statt jährlich wiederkehrender Existenzängste für erfolgreiche Projekte.
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Bundesländer in die Pflicht nehmen: Förderprogramme und notwendige Kofinanzierungen dauerhaft absichern.
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Zukunftsprojekte stärken: Jugendbegegnungen, Demokratiebildung, Menschen- und Minderheitenrechte sowie die Digitalisierung historischer Quellen gezielt fördern.
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Ehrenamt entlasten: Förderverfahren vereinfachen und bürokratische Hürden abbauen.
Für die Seliger-Gemeinde steht dabei mehr auf dem Spiel als die Finanzierung einzelner Veranstaltungen. Über Jahrzehnte gewachsene Netzwerke, persönliche Begegnungen und die gemeinsame Aufarbeitung der deutsch-tschechischen Geschichte dürfen nicht durch kurzfristige Sparmaßnahmen gefährdet werden.
„Wer bei Erinnerungskultur und Verständigungsarbeit spart, spart an der demokratischen Zukunft Europas.“
Die vollständige Resolution „Demokratiebildung und europäische Erinnerungskultur verlässlich fördern“ wurde am 17. Oktober 2026 einstimmig beschlossen und steht als PDF zur Verfügung.