Herzlich willkommen bei der Seliger-Gemeinde e.V.

Gesinnungsgemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten


 

 

10.10.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde

Studienfahrt 2026

 

Broschüre zur Studienfahrt 2026 jetzt als eBook

Die Broschüre zur Studienfahrt der Seliger-Gemeinde 2026 nach Prag, Johannisbad und Trautenau ist nun auch als PDF und als eBook verfügbar. Sie dokumentiert die Stationen der Reise, historische Hintergründe und die Begegnungen vor Ort und kann online bequem durchgeblättert werden.

Hier geht es zum PDF und hier zum eBook

 

10.10.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde

Martin Grill - 17 rote Steine

 

Das Schmuckstück hat die KI nach den Vorgaben des Textes von Martin Grill generiert!

 

Siebzehn rote Steine

Manchmal genügt ein Gegenstand, und eine längst vergangene Zeit ist plötzlich wieder da. So beginnt Martin Grills Erzählung „Siebzehn rote Steine …“, die 1959 in der Brücke erschien. Auf dem Weg zum Bahnhof bleibt der Erzähler vor dem Schaufenster eines alten Kaufmannshauses stehen. Zwischen allerlei Schmuck fällt ihm ein ungewöhnliches Halsband auf: siebzehn in Gold gefasste dunkelrote Almandine, in der Mitte ein besonders großer Stein, umgeben von kleineren Pyropen. Die Verkäuferin meint, dieses alte Schmuckstück könne wohl manches erzählen – und genau das geschieht.

 

09.10.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde

Ausstellungseröffnung in Karlsbad

 

Von der „entarteten Kunst“ zur Schwarzen Orchidee: Wilhelm Hagers Kunst ließ sich nicht in politische Vorgaben pressen. Als der junge Soldat 1944 in Italien ausdrucksstarke Selbstbildnisse (links und untere Reihe rechts) und sein Gemälde „Blick auf die Arena in Verona“ schuf, geriet er mit seinen militärischen Vorgesetzten in Konflikt. Seine Werke galten als „entartete Kunst“ – Hager musste die Propagandaeinheit verlassen und wurde zu einer anderen militärischen Einheit versetzt. Doch er blieb seiner künstlerischen Freiheit treu. Nach dem Krieg entwickelte er seine Malerei immer weiter, experimentierte mit Farben, Formen und Materialien und wandte sich zunehmend der Abstraktion zu. Die „Schwarze Orchidee“ (obere Reihe links) gilt als Höhepunkt dieser Entwicklung. Die Karlsbader Ausstellung macht diesen spannenden Weg vom gegenständlichen Porträt bis zur freien abstrakten Komposition eindrucksvoll sichtbar.

 

Wilhelm Hager – ein Karlsbader Künstler kehrt in seine Heimatstadt zurück

Beeindruckende Ausstellung in der Becher-Villa – Ein außergewöhnliches Künstlerleben und seine sozialdemokratischen Wurzeln

Mit einer sehr gut besuchten Vernissage in der prachtvollen Becher-Villa wurde am 8. Oktober die Ausstellung „Wilhelm Hager – Von Karlsbad nach Karlovy Vary“ eröffnet. Der große Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Unter den zahlreichen Gästen befanden sich auch Angehörige der Familie Hager und Rainer Pasta als Vertreter der Seliger-Gemeinde. Die Ausstellung erinnert an einen bedeutenden Künstler, dessen Lebensweg eng mit der Geschichte seiner Geburtsstadt und den politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts verbunden ist.

 

05.10.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde

Sommerreise 2026 - Vor 90 Jahren: Spanischer Bürgerkrieg

 

Schlussgedanke: Spanien, München und die Folgen der Nichteinmischung – eine These zur Diskussion

Der Spanische Bürgerkrieg war weit mehr als ein innerer Konflikt. Deutschland und vor allem Italien griffen massiv zugunsten Francos ein, lieferten Waffen und Flugzeuge und entsandten Soldaten. Großbritannien und Frankreich konnten diese Entwicklung aus nächster Nähe verfolgen.

Trotzdem hielten die westlichen Demokratien an der Politik der Nichteinmischung fest. Diese war jedoch nur dem Anspruch nach neutral. Während Deutschland und Italien ihre Unterstützung für Franco fortsetzten, wurde auch die rechtmäßige republikanische Regierung beim Erwerb von Waffen eingeschränkt. Die Nichteinmischung verhinderte die ausländische Intervention also nicht – sie begrenzte vor allem die Möglichkeiten, ihr wirksam entgegenzutreten.

Darin könnte ein wichtiges politisches Lern- und Gewöhnungsmuster gelegen haben. Offene Regelverstöße Deutschlands und Italiens wurden hingenommen, solange dadurch eine unmittelbare militärische Konfrontation der europäischen Großmächte vermieden werden konnte.

 

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