14.05.2018 in ? von Seliger Gemeinde Bayern

Weiße Rose-Ausstellung in Ústí nad Labem/Aussig

 

In der Weiße-Rose-Ausstellung in Ústí nad Labem/Aussig: v.l. Rainer Pasta, Ursula Weißgräber, Vera Aßmann, Gerhard Bahrenbrügge und Hans-Jochen Otte

 

Seliger-Gemeinde besucht Weiße-Rose-Ausstellung in Ústí nad Labem/Aussig

Zeitgleich zum Besuchs des Stadtmuseums in Ústí nad Labem/Aussig durch die Seliger-Gemeinde fand auch die Ausstellung „Weiße Rose“ statt. Gerne nutzten die Mitglieder der Delegation, die sich zum Gespräch mit dem Direktor des Collegium Bohemicum über den Stand der Dauerausstellung „Die Geschichte der Deutschen in Böhmen“ einfanden, die Gelegenheit sich die Ausstellung in Tschechien anzusehen.

 

 

10.05.2018 in ? von Seliger Gemeinde Bayern

Christine Haschek wird 90 - wir gratulieren!

 
Text und Foto: Christine Roth

Christine Haschek, ehemalige Vorsitzende des Sozialwerks der Seliger Gemeinde feiert am 10. Mai ihren 90. Geburtstag


Christine Haschek gehörte zu den Vertriebenen, die nach dem Ende des 2. Weltkriegs in Dachau eine neue Heimat fanden. 1928 wurde sie in Tscherwenka im ehemaligen Jugoslawien geboren. Mit 14 Jahren musste sie, wie viele andere Deutsche fliehen. Sie landete in Pellheim im Landkreis Dachau. Hier lernte sie Willi Haschek kennen. Er war ein bekennender Sozialdemokrat, SPD-Mitglied und viele Jahre Vorsitzender der Dachauer Seliger Gemeinde. Das Paar heiratete am 3. April 1948. Sie bauten in Dachau ein Haus, bekamen eine Tochter und freuten sich gemeinsam über ihren Enkelsohn Alexander.
 

 

08.05.2018 in ? von Seliger Gemeinde Bayern

Frühjahrsseminar 2018 in Bad Alexandersbad

 

Festakt im Rathaussaal von Eger/Cheb mit (v.li.) Dr. Helmut Eikam, Johannes Kahrs, MdB, Albrecht Schläger, Bürgermeister Michal Pospíšil und Dr. Thomas Oellermann

Treue in schwerer Zeit

Seliger Gemeinde gedenkt beim Frühjahrsseminar 2018 den Ereignissen vor 80 Jahren in Eger/Cheb

Die Führung im Gebäude des ehemaligen Volkshauses, heute Lager und Restaurationswerkstatt des Stadtmuseums Eger, sowie die Feierstunde im Rathaus der Stadt legten ein Augenmerk auf die Ereignisse des Jahres 1938. Hier kam es zu von den Nationalsozialisten hervorgerufenen Unruhen (Sudetendeutscher Aufstand), denen mehrere tschechoslowakische Beamte zum Opfer fielen. Eine gewalttätige Erstürmung des Egerer Volkshauses wurde durch die Republikanische Wehr unter Einsatz von Schusswaffen verhindert. Es ist dies ein wichtiges historisches Beispiel dafür, dass es in der tragischen deutsch-tschechischen Geschichte des 20. Jahrhunderts auch lichte Momente im gemeinsamen Kampf für Freiheit und Demokratie gegeben hat.

 

 

06.05.2018 in ? von Seliger Gemeinde Bayern

Frühjahrsseminar 2018 in Bad Alexandersbad

 

Das sogenannte Egerer Stöckl (Špalíček) gehört zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt Eger/Cheb. Dieses Wahrzeichen des Marktplatzes ist ein Komplex von elf teilweise in Fachwerk ausgeführten Häusern, in denen jüdische Kaufleute wohnten. Nach der ältesten Darstellung aus dem Jahr 1472 gab es ursprünglich drei solcher Häuserblöcke, der Grundriss der beiden anderen Blöcke bleibt bis zur heutigen Zeit nachvollziehbar, doch die verfallene Bausubstanz blieb bei den Restaurierungsarbeiten in den 1960er Jahren nicht erhalten.

 

Themenspaziergang „Schicksale Egerer Juden“

In Eger bestand - nach Prag - die älteste jüdische Gemeinde Böhmens

 

Die westböhmische Stadt Cheb (Eger) gehört zu den ältesten und historisch wertvollsten tschechischen Städten. Dank der großen Anzahl hervorragend erhaltener Denkmäler und einer authentischen mittelalterlichen Atmosphäre gehört Cheb zu den schönsten Städten der Tschechischen Republik. Die Stadt Eger ist das historisches Zentrum des Egerlandes. Eger wurde am 13. Februar 1061 das erste Mal urkundlich als Egire genannt. Ab dem 14. Jahrhundert sind beide Ortsnamen Eger und Cheb dokumentiert, 1374 sogar im selben Text, „Egra in boemica lingua Cheb“. Wichtige Persönlichkeiten, die mit der ehemaligen Reichsstadt Eger in geschichtlichem Zusammenhang stehen, sind Kaiser Friedrich Barbarossa, König Friedrich II., Ludwig der Bayer sowie der böhmische König Johann.

 

 

 

06.05.2018 in ? von Seliger Gemeinde Bayern

Frühjahrsseminar 2018 in Bad Alexandersbad

 

Präsentierten beim Frühjahrsseminar der Seliger-Gemeinde den Film FC Roma und prangerten bei der anschließenden Diskussion den alltäglichen Rassismus in Tschechien an: Dr.Thomas Oellermann (li.) und Regisseur Tomás Bojar (re.)

 

„Wir sind keine Rassisten, wir mögen nur keine Zigeuner“

Diskussion zum Dokumentarfilm FC Roma mit Regisseur Tomás Bojar beim Frühjahrsseminar 2018

Zum Ende des zweiten Seminartages zeigte Dr. Thomas Oellermann den Dokumentarfilm "FC Roma", eine Produktion von HBO Europe, von Tomáš Bojar und Rozálie Kohoutová. Die Regisseure haben einen Dokumentarfilm über den Verein gedreht, der auf dem Spielfeld gegen Diskriminierung kämpft. „Das Verhältnis zwischen Roma und der Mehrheitsgesellschaft ist im nordböhmischen Děčín deutlich „schärfer“ als im Großteil der Republik“, so Tomáš Bojar. Der Film, der 2016 im Dokumentarfilmwettbewerb vorgestellt wurde, versucht auf eine ungezwungene, humorvolle Art eine Antwort auf die Frage zu finden, warum auch die Roma ihrerseits Vietnamesen und Muslime ablehnen. In der anschließenden Diskussion mit Regisseur Tomáš Bojar ging es um die Entstehung des Films sowie den alltäglichen Rassismus in der Tschechischen Republik.

 

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