02.02.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Walter Rosenzweig (1909-1935)
Feme-Mord bei Freudenthal
Am Abend des 26. November 1935 um viertel acht Uhr ist der kleine Ort Kunau bei Freuden-thal zum Schauplatz eines blutigen Mordes geworden. Der 26-jährige sozialdemokratische Funktionär Walter Rosenzweig wurde meuchlings erschossen. Die Vermutung, dass es sich hier um einen politischen Mord handelt, wurde noch in der Nacht bestätigt.
Rosenzweig war beamteter Buchhalter im Textilbetrieb (Hanfspinnerei) Perutz in Kunau und hat sich in der sozialdemokratischen Partei eifrig betätigt. Er war Mitglied der Lokalorganisa-tion und gehörte der Bezirksleitung der Sozialistischen Jugend (SJ) in Freudenthal an und gründete 1935 dort eine Ortsgruppe der SJ.
18.01.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde Bayern
Einladung zur Mittwochsrunde
am 29. Januar 2025 im Haus des Deutschen Ostens, am Lilienberg 5, Raum 216 um 16:00 Uhr
Traditionsgemäß begrüßen wir das neue Jahr mit Gesang.
15.01.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Die Seliger-Gemeinde trauert um Leo Zahel, Überlebender des Brünner Todesmarsches und Ehrenvorsitzender der Seliger-Gemeinde Österreich, der mit 93 Jahren in Wien verstorben ist.
Wir danken Leo Zahel für seinen Einsatz für die Sozialdemokratie und die Seliger-Gemeinde.
Geprägt vom Brünner Todesmarsch, den der 14jährige Leo zusammen mit seiner Mutter überlebte, engagierte er sich ab 1949 in der Sozialistischen Jugend und trat 1951 der SPÖ bei. Für die Seliger-Gemeinde Österreich, deren Vorsitzender er 1999 bis 2019 war, nahm er am ersten Gedenkmarsch 2015 in Brünn teil und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Versöhnung.
Leo Zahel kam am 31. Mai 1931 in Troppau zur Welt, wo sein Vater Leo Zahel sen. Parteisekretär der DSAP war. 1937 zog die Familie nach Brünn, da das Sekretariat in Troppau geschlossen wurde. Dort war der Vater Dreher und Werkzeugschlosser in der Ersten Brünner Maschinenfabrik. Im Mai 1945 überlebten Leo Zahel jun. und seine Mutter den Brünner Todesmarsch und gelangten nach Österreich. Als 1956 eine österreichische Seliger-Gemeinde entstand, wurde der Senior Vorsitzender und der Junior Mitglied. 1953 bis 1989 arbeitete Zahel jun. in der Zentralsparkasse der Gemeinde Wien. Für die Seliger-Gemeinde nahm er am ersten Gedenkmarsch 2015 in Brünn teil. Seine Ausführungen darüber wurden in Zeitungsartikeln und Fernsehdokumentationen zitiert. Die Seliger-Gemeinde portraitiert in ihrer Ausstellung „Böhmen liegt nicht am Meer“, die 24 Persönlichkeiten vorstellt, auch Zahel als prägende Gestalt der sudetendeutschen Sozialdemokratie.
14.01.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
„Wie das Meer keine festen Grenzen kennt, mussten die deutschen Sozialdemokraten aus Böhmen und Mähren auf ihren grenzüberschreitenden Wegen nach einer neuen Heimat in Europa und der Welt suchen.“ (Ausstellungskatalog)
Die Ausstellung „Böhmen liegt nicht am Meer“ präsentiert die Lebenswege ausgewählter sudetendeutscher Sozialdemokraten seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, deren Wirken beeinflusst wurde durch gesellschaftspolitische Ereignisse: Der Erste, wohl aber deutlicher der Zweite Weltkrieg führten zu Emigration, Flucht und Vertreibung und zugleich auch zu sozialdemokratischem Engagement, das in unterschiedliche Bereiche Eingang fand und sich in verschiedenen gesellschaftspolitischen und gesellschaftskulturellen beruflichen wie auch privaten Lebenswegen niederschlug.
Die in der Martin-Opitz-Bibliothek gezeigte Ausstellung ist Zeugnis dieser vielfältigen Lebenswege, die geeint sind im gesellschaftlich demokratischen Handeln und Wirken und Demokratie unterschiedlich geprägt haben.