Allgemein
22.05.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde Bayern
Erwin Hadwiger (sitzend 2.v.li.) bei einer Ausstellungspräsentation 2023 in den Privaten Schulen Breitschaft in Regensburg – eine der Ausstellungs-Rollups beschäftigte sich mit dem Künstler Georg Hans Trapp
Gedenken an 80 Jahre Kriegsende im Alten Rathaus Kallmünz
Im Mittelpunkt der Ausstellung im Alten Rathaus standen die Bilder des KZ-Überlebenden Georg Hans Trapp.
In die grauenvolle Zeit des Zweiten Weltkrieges fällt zum Ende hin der Befehl eines Lagerkommandanten des KZ Hersbruck zur Evakuierung des Lagers vor der anrückenden US-Armee. Die ersten und schwächsten Häftlinge verlassen das Lager Hersbruck noch Anfang April 1945 mit einem Zug in offenen Wägen Richtung Süden mit Ziel Dachau. Im Weiteren folgen an den nächsten Tagen fünf Fußgruppen mit je etwa 600 Häftlingen und etwa 200 Bewachern – unter ihnen der sudetendeutsche Sozialdemokrat und Künstler Georg Hans Trapp.
15.05.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Online-Gedenkveranstaltung im Format seliger-online mit einem starken Statement: „Nie wieder!“
Wir erinnern an verfolgte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten
Online-Gedenkfeier der Seliger-Gemeinde mit dem Arbeitskreis ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) zu 80 Jahre Kriegsende am 14. Mai 2025
Am 8. Mai 2025 war es 80 Jahre her, dass mit dem Kriegsende in Europa auch die nationalsozialistische Herrschaft von Gewalt, Unterdrückung und Terror ihr Ende fand. Millionen Menschen waren von den Nationalsozialisten ermordet worden. Europa lag in Trümmern. Der Krieg hatte großes Leid gebracht. Es kann von daher heute nur ein „Nie wieder“ gehen. Nie wieder darf es in Europa zu Diktaturen und Gewaltherrschaft kommen.
Im Rahmen einer virtuellen Gedenkveranstaltung gedachte die Seliger-Gemeinde mit dem Arbeitskreis ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) an die deutschen und sudetendeutschen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Ihre Geschichte soll uns eine Mahnung sein, uns heute aktiv für unsere Demokratie einzusetzen.
13.05.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Sabine Schöbel (re.) präsentierte im Hof des Tachauer Schlosses ihr Filmprojekt – mit unter den interessierten Zuhörern Gerti Bock (Mitte) und Libor Roucek (li.). Die Vorfreude auf den Film hat die Teilnehmergruppe sofort angesteckt!
Aus dem Leben von Margret Zentner
Ein Filmprojekt stellt die jüdisch-sozialdemokratische Familie Kohn/Zentner in den Fokus
Sabine Schöbel, Filmwissenschaftlerin und Experimentalfilmerin aus Berlin, steckt mitten in den Vorbereitungen zu ihrem ersten langen Dokumentarfilm. Er hat den Arbeitstitel "Margret Zentner - Grenzgängerin und Überlebende" und basiert im Wesentlichen auf dem Interview, das die Protagonistin 1995 der Shoah Foundation in New York gegeben hat. Zusätzlich werden fünf Interviews geführt mit Menschen, die sie "Akteur*innen der Erinnerung" nennt. Drei davon in Tschechien, zwei in Deutschland. Der geplante Film soll dreisprachig sein, denn Margret Zentner, deren Name in tschechoslowakischen Archivdokumenten anfangs Marketa Kohnová und später - nach ihrer Heirat mit Fritz Zentner - Marketa Zentnerová lautet, gehörte in ihrem Leben drei Nationen an. Sie sprach auch drei Sprachen: Deutsch, Tschechisch, Englisch.
12.05.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Dietmar Schultke (re.) im Gespräch mit Ulrich Miksch (li.)
Einsamkeit, Kälte und Gegenwind
DDR-Zeitzeuge, Autor und ehemaliger DDR Grenzsoldat Dietmar Schultke im Gespräch mit Ulrich Miksch
Der 1967 in Beeskow, Mark Brandenburg/DDR geborene Dietmar Schultke besuchte die Ludwig-Leichhardt Oberschule in Trebatsch, unterhielt seit dem zehnten Lebensjahr eine Brieffreundschaft mit der in New York lebenden Elisabeth Rosner. Die Briefe weckten sein Fernweh. In der Ex-DDR ein unerfüllbarer Wunsch. Dann kam auch noch sein Dienst als DDR-Grenzsoldat dazu. Im Gespräch mit Ulrich Miksch erinnerte sich der heute 58jährige Dietmar Schultke an seine Jugend.