16.11.2022 in Allgemein von Seliger Gemeinde Bayern
Nahmen an der Ausstellungseröffnung für die Seliger-Gemeinde teil: (v.l.) Annette Wilkes, Gerti Bock, Walburga Steffan und Lotte Förster (Foto: Peter Friedl)
Flüchtlinge und Vertriebene im Münchener Norden
Zur Ausstellungseröffnung am Dienstag, den 8. November im Haus des Deutschen Ostens in München sprachen Prof. Dr. Andreas Otto Weber, Direktor des Hauses des Deutschen Ostens, und Dr. Falk Bachter, der gemeinsam mit PD Dr. Peter Münch-Heubner die Ausstellung kuratiert hat. Vertreter der Seliger-Gemeinde München-Dachau waren dabei.
11.11.2022 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Gab einen Einblick in die Vertriebenengeschichte Koreas: Su Hyun Bea
"Sudetendeutsche und Koreaner – im Schicksal treffen wir uns“
Dr. Thomas Oellermann und Ulrich Miksch im Gespräch mit Su Hyun Bea - Weitere Zusammenarbeit erwünscht
Seine Großeltern lebten im heutigen Nordkorea. Sie besaßen eine Fabrik, wurden nach dem Koreakrieg enteignet, vertrieben und mussten mit zwei Koffern in Südkorea neu anfangen. In diesen beiden Sätzen sind alle Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Vertreibungsgeschichte Koreas und der Sudetendeutschen enthalten. Thomas Oellermann und Ulrich Miksch vertieften dies im Gespräch mit Su Hyun Bea. Ein Blick auf die Unterschiede: Die Vertreibung in Korea war keine ethnische, sondern eine ideologische Säuberung: Kapitalisten hatten im kommunistischen Nordkorea keinen Platz. Ein weiterer Unterschied: die Vertriebenen mussten nicht ins „Ausland“, sondern „nur“ in den Südteil ihres angestammten Heimatlandes. Die Gemeinsamkeiten: Die Vertriebenen kamen mit leeren Händen, waren aber fleißige Leute, die eine große Rolle beim Wirtschaftswunder ihres Landes spielten.
09.11.2022 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Die im Licht der Laternen glitzernden Splitter der zerbrochenen Fensterscheiben waren es, die der so genannten "Reichskristallnacht" ihren verharmlosenden Namen gaben. Die nüchterne Bilanz des Terrors: In Deutschland, Österreich und dem Sudetenland gab es mehr als 1000 zerstörte Synagogen und Betstuben, rund 30.000 Verhaftungen sowie etwa 400 jüdische Tote.
November 1938 - die "Kristallnacht" im Sudetenland
In der Nacht vom 9. auf den 10. November gedenken wir der so genannte Reichskristallnacht 1938. In ganz Deutschland brannten die Synagogen; jüdische Häuser und Geschäfte wurden überfallen und geplündert, zehntausende Juden verhaftet, hunderte ermordet oder in den Tod getrieben. Kaum einen Monat nach der Unterzeichnung des Münchener Abkommens und der Besetzung des Sudetenlandes, ereignete sich die „Kristallnacht“ auch im Sudetenland. Ausgrenzung und Unterdrückung der jüdischen Bevölkerung steigerte sich erstmals offen zu systematischer Gewalt. Und das auch in den Sudetengebieten.
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09.11.2022 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Christine Roth (re.) erzählt im Beisein ihrer Mutter Christine Haschek (Mitte) im Gespräch mit Ulrich Miksch (li.) über ihren Vater Willi Haschek.
Erinnerungen an Willi Haschek
Christine Roth erzählt über ihren Vater - Nicht spurlos aus der Geschichte verschwinden
Beim Jahresseminar 2022 der Seliger-Gemeinde in Bad Alexandersbad berichtete Christine Roth, den Mitgliedern bekannt durch ihre Mitarbeit in der Redaktion der „Brücke“, im Erzähl-Café über die Erinnerungen an ihren Vater Willi Haschek. Moderator Ulrich Miksch sprach mit Christine Roth über die Broschüre „Was bleibt“, die sie über das Leben ihrer Großeltern und Eltern zusammengestellt hat und hierin die Geschichte von der DASP zur Seliger-Gemeinde mit vielen persönlichen Erlebnissen, Geschichten, alten Bildern und historischen Dokumenten erzählt.
08.11.2022 in Allgemein von Seliger Gemeinde
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Albrecht Schläger spricht über Ernst Paul
"Sudetendeutscher Sozialdemokrat und Europäer – aus dem politischen Wirken Ernst Pauls"
Albrecht Schläger MdL a.D. und Präsidiumsmitgied er Seliger-Gemeinde erinnerte in der Bundesversammlung am Samstag im evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad an den sudetendeutschen Sozialdemokraten Ernst Paul.
Geboren in Steinsdorf bei Bodenbach machte Ernst Paul eine Schriftsetzerlehre, die er 1915 abschloss. Bereits 1912 tritt er dem Verband der jugendlichen Arbeiter Österreichs bei. Im Ersten Weltkrieg wird er im Oktober 1915 eingezogen und kämpfte ab 1916 an der italienischen Front, in Galizien und der Bukowina. Seit ihrer Gründung 1919 ist Paul dann Mitglied der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der 1. Tschechischen Republik (DSAP), besuchte die Parteischule in Bodenbach und arbeitete im Stab um Josef Seliger mit. 1920 lebte er in Teplitz-Schönau und traf dort schon auf Wenzel Jaksch. 1922 heiratete er Gisela Paul, geborene Hübner (1898-1987), die Ehe blieb kinderlos. Ihr Vermögen wurde der Grundstock der Ernst- und Gisela-Paul-Stiftung der Seliger-Gemeinde, die noch heute wichtige Publikationsvorhaben zur Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie fördert.