02.12.2021 in Allgemein von Seliger Gemeinde Bayern
Die Seliger-Gemeinde trauert um Prof. Dr. Heimo Scherz, der am 21.11.2021 verstorben ist.
Heimo Scherz war seit 4.4.1984 Mitglied der Seliger-Gemeinde. Jahrelang war er Schriftführer im Bundesvorstand sowie im Landesverband Bayern. Erst im April 2021 feierte er seinen 85.Geburtstag mit der Seliger-Gemeinde München.
Am 27.10.2012 wurde ihm in Bad Alexandersbad die Seliger-Plakette verliehen und am 18.3.2018 bei der Jahreshauptversammlung in München die Richard-Reitzner-Medaille.
Heimo Scherz war ein Vorbild an Gewissenhaftigkeit und Treue – für viele ein guter Freund. Er verbrachte seine Studentenzeit in Wien und übernahm in den 1990er Jahren die Reiseleitung der Wienreisen der Münchner Seliger-Gemeinde, was nicht nur dieser, sondern auch ihm viel Spaß machte. Der Besuch von Heurigen-Lokalen, die nicht im Touristenführer standen, war immer ein besonderes Erlebnis.
Besonders interessant war auch sein Vortrag bei unserer ersten Mittwochsrunde im Haus des Ostens in München im Jahr 2017 über sein Leben, seine Kindheit in Mährisch Schönberg, die Vertreibung und seinen beruflichen Werdegang. Zuletzt war Heimo in der Forschung bei der Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie in Garching bei München tätig.
27.11.2021 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Eine Reise gegen das Vergessen!
Dokumentarfilm über den jüdischen Leipziger Sportverein „SK Bar Kochba“ wird mit dem Johnny Klein Preis ausgezeichnet – Parallelen zum DFC Prag
Am Samstag wurde in einer Online-Veranstaltung der Johnny Klein Preis 2021 der Landesversammlung der deutschen Vereine in der Tschechischen Republik e.V. verliehen. Christa Naaß, MdL a.D., Mitglied im Stiftungsrat der Sudetendeutschen Stiftung, Präsidentin der Bundesversammlung der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rates und Präsidiumsmitglied des Bundesvorstands der Seliger-Gemeinde, sprach die Laudatio auf den Gewinner des 2. Preises Christoph Schumacher und seinen Film „Eine Reise gegen das Vergessen“. Den 1. Platz errang Jonas Lüth, den 3. Platz Oliver Hach.
26.11.2021 in Allgemein von Seliger Gemeinde Bayern
Im Bild die Jury des Jaksch-Preises (v.l.n.r.): Dr. Peter Becher, Dr. Helmut Eikam, Christa Naaß, Volkmar Halbleib, Dr. Hildegard Kronawitter, verhindert war Dr. Friedrich Weckerlein.
SPD-Landtagsfraktion und Seliger-Gemeinde Bayern begrüßen Erhalt des kulturellen Erbes von Vertriebenen und Aussiedlern - Wesselowsky spricht Klartext
Der Beirat für Vertriebene und Aussiedler der BayernSPD-Landtagsfraktion begrüßt die Verankerung des Schutzes des kulturellen Erbes der Vertriebenen im Koalitionsvertrag der neuen Regierung aus SPD, Grüne und FDP. Dazu Volkmar Halbleib, vertriebenenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion: "Der Koalitionsvertrag würdigt das kulturelle Erbe der Vertriebenen, Aussiedlerinnen und Aussiedler sowie Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler als selbstverständlichen Teil unserer Gesellschaft." Die Bundesregierung sei aufgefordert, diesen Grundsatz in den nächsten vier Jahren umzusetzen. Halbleib signalisiert dafür Unterstützung: „Als bayerische Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen wir unseren besonderen Beitrag leisten, denn die SPD-Landtagsfraktion in Bayern zeichnet sich durch enge Verbindung mit den Themen und Anliegen der Vertriebenen und Aussiedler aus, wie der mittlerweile 13. Parlamentsempfang eindrucksvoll zeigt. Insofern will die Fraktion auch ein Stück weit Impulsgeberin und Fürsprecherin bei diesem Thema sein.“
24.11.2021 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Tschechien mein Heimatland
- oder wie die Schreibmaschine von Josef Hofbauer ins Museum in Ústí nad Labem/Aussig kam
(Nach einem Bericht von Tomas Lindner in der tschechischen Zeitschrift RESPEKT)
Die Brüder Robert (62) und Peter (71) leben in Südschweden, Harry (69) in Südfrankreich – ihre Wurzeln reichen aber bis nach Nordböhmen zurück. Ihr Großvater, der gebürtige Wiener Josef Hofbauer, war Teplice Korrespondent der sozialdemokratischen Zeitung „Freiheit“, verliebte sich in Teplice und heiratete. Basierend auf seinen Fronterfahrungen schrieb er 1930, da lebte er bereits in Prag, den Antikriegsroman "Der Marsch ins Chaos", den die Nazis nach der Machtergreifung in Deutschland verbrannten. Nach dem Münchner Abkommen zog es Hofbauer daher vor, schnell ins schwedische Exil zu fliehen.
19.11.2021 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Die Schreibmaschine von Ernst Hofbauer, eines der Exponate, die sich mit der Geschichte der Sudetendeutschen Sozialdemokratie beschäftigen
"Unsere Deutschen/Naši Němci"
Dauerausstellung des Collegium Bohemicum in Aussig/Ústí n.L. eröffnet
Diese Woche eröffnete das Collegium Bohemicum in Ústí nad Labem/Aussig seine große Dauerausstellung zur Geschichte der deutschsprachigen Bevölkerung der böhmischen Länder. Der tschechische Kulturminister Lubomír Zaorálek und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer waren als Ehrengäste anwesend. Für die Seliger-Gemeinde, die dieses Projekt sehr unterstützte, nahmen Dr. Thomas Oellermann und Ulrich Miksch teil. Nach etwa zehnjähriger Vorbereitungszeit erinnert erstmals eine Dauerausstellung in Tschechien an die nach dem Zweiten Weltkrieg vertriebenen Deutschen. "Sie haben den Reichtum dieses Ortes mitgeschaffen", sagte der tschechische Kulturminister Lubomir Zaoralek über die Sudetendeutschen.