Ausstellung "Böhmen liegt nicht am Meer" - Wien

Veröffentlicht am 10.03.2024 in Allgemein

Freuten sich über eine gelungene Ausstellungseröffnung: v.l. Bundesgeschäftsführer der Seliger-Gemeinde e.V. Rainer Pasta, Bezirksvorsteher Marcus Franz (SPÖ), Direktor der Volkshochschule Favoriten Hannes Gmeiner und der Vorsitzende der Seliger-Gemeinde Österreich Volkmar Harwanegg, Gem. Rat a.D.

 

Beitrag zum 150. Geburtstag

Seliger-Gemeinde Österreich präsentiert Ausstellung „Böhmen liegt nicht am Meer“ in Wien Favoriten

WIEN/FAVORITEN: Am 6. März 2024 eröffnete Bezirksvorsteher Marcus Franz (SPÖ) im Beisein viele aktiver und ehemalige Bezirks- und Gemeinderäte die Ausstellung der Seliger-Gemeinde „Böhmen liegt nicht am Meer – Lebenswege sudetendeutscher Sozialdemokraten“ in der Galerie der Volkshochschule Favoriten am Arthaberplatz 18 in Wien. Die Ausstellung ist noch bis Freitag, den 15. März 2024 werktags von 9.00 Uhr bis 19.00 Uhr zu sehen.

Zur Vernissage am Mittwochabend begrüßte Direktor Hannes Gmeiner die zahlreichen Gäste in der Volkshochschule Favoriten und zeigte sich erfreut, dass gerade diese Ausstellung im Zentrum des 10. Bezirks nahe der historischen Arbeitersiedlungen und im heutigen Bildungszentrum gezeigt werden kann. Bildung sei nach wie vor das wichtigste Mittel, um die Gesellschaft und ihre Menschen zu stärken. Dieser Grundsatz bewahrheite sich seit Jahrzehnten und habe nichts an Aktualität eingebüßt. Als größte Erwachsenenbildungseinrichtung im deutschsprachigen Raum bieten die Wiener Volkshochschulen Bildungsmöglichkeiten, die Menschen darin unterstützen, ihre Situation aus eigener Kraft zu verbessern. Mit 34 Standorten in ganz Wien sei die VHS ein wahrer Bildungsnahversorger für alle Wiener_innen. Gemeinsam mit der Stadt Wien betreiben sie zudem zahlreiche Projekte, um Menschen Perspektiven zu geben. „Wir unterstützen Schüler_innen mit Lernhilfeprojekten oder Jugendcoaching und verhindern dadurch in vielen Fällen das frühzeitige Ausscheiden aus dem Bildungsprozess. Menschen, die den Schulweg bereits hinter sich haben, können bei uns kostengünstig Bildungsabschlüsse nachholen oder an Weiterbildungsprogrammen teilnehmen, die ihre Position am Arbeitsmarkt stärken“, so Gmeiner. Die VHS Favoriten tritt für einen demokratischen Zugang zu Wissen und Bildung ein und ermöglicht an zahlreichen Standorten Bildungsangebote für alle in Wien lebenden Menschen, öffentliche Einrichtungen, Vereine und Betriebe – vor allem im Bezirk Favoriten. Viele Kurse richten sich an Erwachsene mit einer anderen Erstsprache als Deutsch, die Basisbildungsbedarf haben. Das primäre Ziel ist der Aufbau und die Festigung bzw. die Erweiterung der sprachlichen Kompetenzen in allen vier Fertigkeiten auf verschiedenen Niveaustufen. Zu den Stärken der VHS Favoriten gehören vor allem die Beachtung der individuellen Kundenbedürfnisse sowie die starke Vernetzung und lokale Präsenz.

 

Der Vorsitzender der Seliger-Gemeinde Österreichs, Gem. Rat a.D. Volkmar Harwanegg freute sich, dass neben einigen Mitgliedern der Seliger-Gemeinde Österreich auch viele aktive und ehemalige Bezirks- und Gemeinderäte, insbesondere Bezirksvorsteher Marcus Franz (SPÖ) und seinen Stellvertreter Ing. Gerhard Blöschl (SPÖ) zur Vernissage gekommen sind. Harwanegg ist eng mit dem Bezirk verbunden: 1970 erfolgte die Wahl zum Vorsitzenden der Jungen Generation Favoriten. 1974 stieg er zum Obmann der SPÖ Laaerberg auf, 1977 wurde er in den Bezirksvorstand der SPÖ Favoriten gewählt. Ab 1978 vertrat er die SPÖ in der Bezirksvertretung Favoriten. 2014 war Volkmar Harwanegg 40 Jahre Vorsitzender der SPÖ Laaerberg.  Von 1993 bis 2010 war Volkmar Harwanegg Abgeordneter im Wiener Landtag und Gemeinderat in Favoriten.

 

2024 feiert Favoriten seinen 150. Geburtstag.

Marcus Franz ist Sozialdemokrat und seit dem 27. September 2017 Bezirksvorsteher des 10. Wiener Gemeindebezirks Favoriten sowie Vorsitzender-Stellvertreter des Bundes sozialdemokratischer Freiheitskämpfer Gruppe Favoriten. In seiner Rede lies er seine böhmischen Wurzeln und seine aktuelle familiäre Situation anklingen – er ist schon lange mit einer Tschechin leiert. Natürlich stand aber sein Arbeiterbezirk Favoriten im Mittelpunkt.


Favoriten, der zehnte Wiener Gemeindebezirk, begeht heuer ein besonderes Jubiläum: Seit genau 150 Jahren gehört der traditionelle Arbeiterbezirk zu Wien. Nicht umsonst steht im Bezirk Favoriten die Josef-Seliger-Siedlung. Der Bezirk wuchs immer weiter. So ist er auch heute noch der Bezirk mit den meisten Einwohnern: Zurzeit hat er mehr als 207.000 Einwohner, Tendenz steigend. Deshalb wird das Jubiläum auch selbstbewusst begangen.

Favoriten gilt als rote Bastion. Mit fast 50 Prozent auf Landes- und Bezirksebene war Favoriten der stärkste SPÖ-Bezirk bei den Wien-Wahlen 2020. Mit Wohnbau- und Frauenstadträtin Kathrin Gaál ist Favoriten einflussreich in der Stadtregierung vertreten. Dass der erste Gemeindebau, der nach einer Pause von rund 15 Jahren 2019 wieder gebaut wurde, in Favoriten liegt, ist kein Zufall. Dazu wird die Wiener SPÖ ihre Parteizentrale von der Innenstadt nach Favoriten verlegen.

 

Und wie sieht der Arbeiterbezirk heute aus? Der Bezirk ist vielfältiger, als man glaubt. In Oberlaa befindet sich die größte Therme Österreichs. Mit Wienerberg, Laaer Berg und dem Kurpark Oberlaa gibt es große Naherholungsgebiete. In Favoriten gibt es ein eigenes Solarkraftwerk, Windräder, Energiegewinnung aus Thermalwasser. Die Infrastruktur mit U-Bahn, S-Bahn und Hauptbahnhof ist gut. „Favoriten ist die Hauptstadt Wiens“, meint der rote Bezirksvorsteher selbstbewusst: „Außerdem haben wir das beste Eis und die besten Krapfen von Wien.“ Und natürlich das beste Kebap.

 

Eine gute Sache unterstützen

Rainer Pasta, Bundesgeschäftsführer und Mitgestalter der Ausstellung führte anschließend kurz in das Konzept und die Entstehung der Präsentation ein. Pasta erinnerte an Leo Zahel, einen der porträtierten sudetendeutschen Sozialdemokraten, der nun in Wien lebt. Leo Zahel hatte als 5jähriger mit seiner Familie den Brünner Todesmarsch überlebt. Pasta lud alle Anwesenden zum nächstjährigen Brünner Versöhnungsmarsch ein, der in umgekehrter Richtung den Vorfällen 1945 gedenkt und zu Versöhnung aufruft. Pasta ermunterte die Anwesenden zum Beitritt zur Seliger-Gemeinde Österreich, „denn eine so gute Sache muss man unterstützen!“

 
 

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