10.05.2023 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Bücherverbrennung auf dem Opernplatz in Berlin - © Bundesarchiv, Bild 102-14597
„Dort wo man Bücher verbrennt...“
Am 10. Mai 1933 erreicht die Barbarei in Deutschland einen ersten Höhepunkt.
Die öffentlichen Bücherverbrennungen sind eine von der NSDAP, der Hitlerjugend, der SA und der Deutschen Studentenschaft geplante Kampagne, bei der die Werke „verfemter Autoren“ dem Feuer übergeben werden.
Die Aktionen, die auf die Mobilisierung und Gleichschaltung der deutschen Universitäten, ihrer Professoren und Studierenden abzielen, beginnen Ende März 1933 und erstrecken sich bis in den Herbst. Höhepunkt der „Aktion wider den undeutschen Geist“ ist die am 10. Mai auf dem damaligen Berliner Opernplatz, dem heutigen Bebelplatz, organisierte und zeitgleich an 18 weiteren Standorten ablaufende öffentliche Bücherverbrennung.
Im Mai 2018 startete die Ernst und Gisela Paul-Stiftung die Initiative „Verbrannte Bücher“ um Bücher und Schriften der Arbeiterbewegung, die 1933 der Bücherverbrennung der Nazis zum Opfer gefallen sind, neu aufzulegen.
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09.05.2023 in Allgemein von Seliger Gemeinde
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Tschechen, Sudetendeutsche sowie europäische Volksgruppen und Minderheiten im Spiegel der Medien
Die Marienbader Gespräche des Sudetendeutschen Rates vom 05. bis 07. Mai 2023 standen unter dem Motto „Tschechen, Sudetendeutsche sowie europäische Volksgruppen und Minderheiten im Spiegel der Medien“. Am Freitagabend konnte Generalsekretärin Christa Naaß neben zahlreichen Gästen aus Deutschland, Österreich und Tschechien vor allem die Referent*innen des Abends, Botschafter Andreas Künne, Florian Winzen und Marlehn Thieme begrüßen.
08.05.2023 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Am Gebäude des ehemaligen Volkshauses der Sozialdemokratischen Partei wurde 2008 unter Beteiligung der Seliger-Gemeinde eine Gedenktafel angebracht. Darauf ist in tschechischer und deutscher Sprache zu lesen: „In diesem Haus war in den 30er Jahren der Sitz der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Ihre Mitglieder setzten sich 1938 entschieden für die Verteidigung der Tschechoslowakischen Republik ein.“ – hier trafen 2023 sich u.a. (v.l.) Lubomír Zaorálek (Vorsitzender der Demokratischen Masaryk-Akademie), Libor Roucek MdEP a.D., Matthias Dornhuber (stellvertretender Vorsitzender der BayernSPD), Helena Päßler (Ko-Vorsitzende der Seliger-Gemeinde), Patrik Eichler (Direktor der Demokratischen Masaryk-Akademie), Daniela Ostrá (stellv. Vorsitzende der Tschechischen Sozialdemokratischen Partei), Jörg Nürnberger MdB, Vladimír Špidla (MdEP a.D. und ehemaliger tschechischer Ministerpräsident ) und Tomáš Petříček (stellver. Parteivorsitzender der ČSSD und Ex-Außenminister).
Demokratie in Europa - Kampf um das Egerer Volkshaus 1938
Gedenkveranstaltung mit deutschen und tschechischen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten am Balthasar-Neumann-Platz
Die zweite Station der Exkursion anlässlich des Frühjahrsseminars 2023 führte nach Cheb/Eger. Hier trafen sich deutsche und tschechischen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten zu einer kleinen Feierstunde am ehemaligen Volkshaus. Neben lobenden Worten für die Verteidiger der Demokratie wurden Blumen an der Gedenktafel niedergelegt.
08.05.2023 in Allgemein von Seliger Gemeinde Bayern
Einladung der
Seliger-Gemeinde Ortsgruppe Waldkraiburg
zum Stadtspaziergang in Waldkraiburg am Sonntag, den 21. Mai
Liebe Freundinnen und Freunde der Seliger-Gemeinde, liebe Genossinnen und Genossen,
Ein interessantes Programm wartet auf Euch, begleitet von unseren drei Profi-Stadtführern, Gert Hilger, Bernd Wegmann und Richard Fischer. Drei sozialdemokratische Urgesteine und profunde Kenner der Waldkraiburger Stadtgeschichte!
08.05.2023 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Kriegsende 1945 – Tage der Freiheit für die sudetendeutschen Sozialdemokraten
Am 8. Mai 1945 endete mit der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reichs der Zweite Weltkrieg in Europa. Gewiss war die Bevölkerung erleichtert, als der Krieg mit dem Vormarsch der Alliierten vorüber war. Man war noch einmal mit dem Leben davongekommen. Natürlich bedeutete insbesondere für KZ-Insassen, überlebende Juden, Sinti und Roma, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, Verfolgte und Gegner des NS-Regimes der Einmarsch der Alliierten eine Befreiung. Für die ganz überwiegende Zahl der Deutschen aber nicht. Für sie war es eine bittere Niederlage, hatten sie sich doch gegen die Eroberung und Besetzung ihres Landes durch die Sieger gewehrt.
Für die Sozialdemokraten, Kommunisten und sonstige NS-Gegner, welche nach der Besetzung im Sudetenland geblieben waren, war es auf jeden Fall eine Befreiung. Ihr mentaler und physischer Widerstand war bis zuletzt ungebrochen. Doch auch sie wurden am Kriegsende enttäuscht. Ächtung, Bestrafung und Rache an den Deutschen erfasste auch sie. Zahlreiche NS-Gegner wurden Opfer der "wilden Vertreibungen" sofort nach Kriegsende. Der geordneten Vertreibung entgingen nur anerkannte Antifaschisten.
Da auch später im Alltag wenig Rücksicht auf den Status der Antifaschisten genommen wurde und zusätzlich zur materiellen Not auch das deutschsprachige kulturelle und gesellschaftliche Leben völlig zum Erliegen kam, entschlossen sich viele anerkannten Antifaschisten, die Tschechoslowakei im Zuge von Sonderaussiedlungen zu verlassen.